Donnerstag, 28. Oktober 2010

Eine Busfahrt die ist lustig.

Ist sie nicht!! Busfahren ist nicht lustig, oder seht ihr die Menschen im Bus ständig lachen? Also ich nicht. Sowieso, Bus fahren ist blöd, ja einfach nur sinnlos. Es ist unmöglich, das einem so etwas Spaß machen kann, dem kann man doch nichts Positives abgewinnen.

Jetzt fragt ihr euch bestimmt, was hat sie denn jetzt schon wieder, so schlimm ist das doch nun wieder auch nicht. Nun gut, ich werde euch vom Gegenteil überzeugen.

Fangen wir mal ganz früh in meiner Kindheit an. Ich musste nie, wirklich nie Bus fahren. Ja ich war immer eins der coolen Kinder, welches keine Monatskarte um den Hals hängen hatte. Nein, ich konnte die Schule bequem per Fuß, Fahhrrad oder Mutti- Taxi erreichen. Nie musste ich mir irgendwelche Fahrpläne merken. Nein, ich konnte losmachen, wann ich wollte. Mein Fahrrad hatte keinen Fahrplan. Und so zog sich das bis zur 10.ten Klasse durch….

Doch dann, zack, auf einmal war es soweit. Ich lief große Gefahr, meine über Jahre hart erarbeitet Coolness zu verlieren. Ich musste mit dem Bus zur Schule, denn 20km läuft selbst die coolste Person nicht einfach mal so. Ich wusste nicht was ich machen soll, mein Pulsschlag wurde immer schnelle und mir liefen die Schweißperlen runter. Oh nein, das geht doch nicht, nicht nach 10 Jahren busfreier Zeit. Aber was sollte ich machen, ich musste. Ich wurde ein Buskind, verdammt, dass es soweit kommt, hätte ich nie gedacht. Und auf einmal war ich völlig drin in der Sache, ich konnte es nicht mehr kontrollieren. Ich wusste aus dem Kopf, wann mein Bus kommt, ich hatte ein Monatskarte, die aber glückicherweise nicht um meinen Hals hing. Doch an diesem einen Tag wusste ich, es ist zu spät. An diesem Tag sagte ich den Satz, für welchen ich früher alle Kinder ausgelacht habe: „Nein, ich kann nicht mitkommen, mein Bus kommt gleich.“ Oh mein Gott, es war um mich geschehen, was habe ich da bloß gesagt? Wie uncool, ich kleines Mädchen muss zum Bus, sonst komm ich nicht heim. Aber ich habe mir selber gut zugeredet und gesagt: „Jenifer, nach den zwei Jahren Abitur ist das vorbei, das packst du schon!“

Ich habe mir selber geglaubt. Und es ging auch viele Jahre gut. Als ich nach Dresden gezogen bin, war ich so erleichtert, dass meine wichtigsten Wege mit der Straßenbahn zu erledigen sind. Denn lasst euch eins gesagt sein, Straßenbahn fahren ist nicht uncool, das ist ok! Und dann hat mich das Schicksal schwer getroffen, ihr könnt euch sicherlich denken, was jetzt kommt. Ich muss seit einiger Zeit wieder Bus fahren,10 Minuten eine Fahrt – früh und abends….. ja ihr sagt jetzt sicherlich, ach 10 Minuten, dass geht schon, aber nicht unter diesen Umständen. Das macht mein Trauma der verlierenden Coolness nur noch schlimmer. Nicht nur, dass ich in einen Bus einsteigen muss, nein…. Das machen neben mir 200 andere Menschen, die dann alle dicht aufeinander gequetscht in dem viel zu kleinen Bus stehen. Und ich habe jedesmal das Glück jemanden neben mir stehen zu haben, der entweder nicht weiß, wie eine Dusche oder Deo funktioniert, nach Zwiebeln deluxe stinkt oder einen astreinen Bratengeruch nach sich zieht. Und ich denke mir jeden früh, boar ist das ekelhaft. Dann kommt mir der Gedanke hoch, warum ich armes Ding Bus fahren muss. Also das ist doch echt nicht in Ordnung. Zumal das Bus fahren in Dresden wie Russisch- Roulette ist. Und ich erwische immer die Sorte Wir-heizen-was-das-Zeug-hält-über-die-Straßen-auch-wenn-der-Bus-komplett-überfüllt-ist- Busfahrer. Das ist kein Zustand, absolut nicht.

Aber seht ihr? Ich habe doch gesagt, das Busfahren nicht! schön ist. Wir sind doch wirklich zu cool, um Bus zu fahren, meint ihr nicht auch??
Lasst uns eine Revolte gegen alle Busse der Welt starten. Keine macht den Bus!!!
In diesem Sinne, Bus ahoi.
Wir lesen uns J

Mittwoch, 20. Oktober 2010

Entscheidungen treffen.

Wer kennt sie nicht, die lieben Entscheidungen. Täglich sind wir mit ihnen konfrontiert, und täglich müssen wir abwägen, für was wir uns letztendlich entscheiden. Doch geht es dabei nicht immer um kleine Dinge, bleibe ich heute Abend zu Hause und mache noch etwas für die Uni oder gehe ich doch mit den Mädels weg und weiß, dass es erst spät wird und die Arbeit daher erstmal liegen bleiben muss. Manche Prioritäten und den damit verbundenen Entscheidungen sind maßgeblich für den weiteren Lebensweg. Und da beginnt es… es beginnt schwer zu werden und wir wissen nicht, wie wir uns entscheiden sollen. Wir wägen ab, und kommen zu keinem Ergebnis. Wir fragen unsere Freunde und Familie, und noch immer kommen wir zu keinem Ergebnis…. Wir haben einfach Angst, und für das falsche zu entscheiden…. Angst davor, uns später zu fragen, was wäre, wenn ich mich damals anders entschieden hätte… wäre da jetzt alles besser, oder ist es jetzt mit dieser Entscheidung besser? Am liebsten wäre es uns doch allen, wenn wir jemanden hätten, der uns diese schweren Entscheidungen abnimmt und wir damit nicht mehr konfrontiert sind. Aber so geht das leider nicht.
Wir selber müssen wissen, und natürlich auch erst einmal lernen, was wichtiger für uns und unseren weiteren Lebensweg ist. Aber wie bekommt man so etwas heraus, dafür gibt es keine Anleitung. Ist es wichtig, immer an uns selbst zu denken oder sollten wir rational an solche Entscheidungen gehen? Wer sollte Oberhand gewinnen? Der Verstand oder doch eher unser Bauchgefühl? Sollten wir Entscheidungen so treffen, dass andere primär damit glücklich sind? Oder nach dem Motto: Hauptsache, ich kann damit erst einmal leben. Ja, wie denn nun?
Also ich für meinen Teil kann euch sagen, wenn ich eine perfekte Lösung für solche Angelegenheiten hätte, dann wäre ich schon längst Buchautorin geworden J
Manchmal geht es nicht anders, manchmal muss man Entscheidungen treffen, die einfach nur vernünftig sind, und ja, mit denen müssen wir nicht immer glücklich sein. Manchmal müssen wir uns als Person einfach zurückstellen, damit es anderen Personen besser geht, was soll´s. Manchmal bereuen wir Entscheidungen – na und? Dann lernen wir eben daraus und machen es das nächste mal besser. Manchmal treffen uns Entscheidungen andere hart – was soll´s, jeder entscheidet sich mal falsch. Doch manchmal sind falsche Entscheidungen einschneidend, und wir haben lange damit zu tun, diese zu verarbeiten. Aber auch das geht vorüber. Nichts ist für die Ewigkeit – auch falsche Entscheidungen nicht.
Ich weiß, ich habe euch nicht geholfen, indem ich euch erkläre wie ihr richtige Entscheidungen zu treffen habt. Aber ich kann euch nur sagen, dass selbst bei falschen Entscheidungen das Leben weiter geht und es IMMER eine Lösung gibt. Wirklich immer, es gibt nichts, was man nicht lösen könnte, auch wenn die Suche nach der richtigen Lösung manchmal sehr schwer und andauernd ist. Aber es gibt sie.
In diesem Sinne entscheide ich mich dafür, weiterzuarbeiten. Na ob die Entscheidung richtig ist? Ich denke schon J
Wir lesen uns J

Mittwoch, 13. Oktober 2010

Before I die

Ich habe gerade durch Zufall diesen Link entdeckt und war neugierig was sich dahinter befindet. Eine Organisation hat Menschen in den USA und Indien mit einer Polaroid- Kamera fotografiert. Und auf diese Fotos sollte die entsprechende Person schreiben, was sie unbedingt noch machen bzw. erreichen will. Ein krasser Gegensatz, USA und Indien. Das eine Land, sehr industriell und trotzdem so vielfältig, das andere Land bunt, auf dem Fortschritt aber immer noch inmitten der Entwicklung.
Genauso wie ich es mir gedacht habe, sind die Antworten ausgefallen. Die Menschen der USA wollen einmal Schönheitskönigin werden oder eine Corvette besitzen. Die Menschen in Indien nicht. Ein Vater möchte, dass seine Töchter die Möglichkeit bekommen, eine Schule zu besuchen. Eine ältere Frau hingegen möchte einmal richtig satt sein….. mir persönlich macht so eine Aussage Gänsehaut, weil das so selbstverständlich für uns ist. Und manchmal vergessen wir einfach den Blick über den Tellerrand und sehen nur unseren eigenen. Ich bin ehrlich, ich mag mein westliches Leben und das es mir an nichts fehlt. Ich kann mir das anders gar nicht vorstellen. Und das geht euch genauso, keiner würde freiwillig tauschen und hungern und im Freien schlafen. Das kann man auch völlig nachvollziehen. Aber eines sollten wir machen: uns die Bescheidenheit solcher Leute zu Herzen nehmen, denn ich finde, das ist eine tolle Eigenschaft, die viel zu wenig Menschen haben, aber so viel Persönlichkeit zeigt. Und ja, wir sollten unsere Wünsche und Träume weiter verfolgen, ich möchte natürlich auch mal ein tolles Auto fahren und eine schöne Wohnung haben. Aber ich möchte nicht den Blick für das Einfache, das Absolute verlieren.
Deswegen finde ich echt sehr interessant, über diese Frage nachzudenken.
Was würde ich unbedingt machen wollen, bevor ich sterbe? Also Schönheitskönigin möchte ich nicht werden und eine Corvette, naja ne. Nein, mal ganz im Ernst. Was würde ich noch unbedingt tun wollen? Nach Brasilien fliegen, mit meinem Papa. Dass ist das, was ich seit Kindesalter eigentlich schon möchte.
Was würdet ihr noch unbedingt machen wollen?
ich freu mich sehr, wenn ihr als Kommi antwortet, ich denke, dass ist sehr interessant.
Wir lesen uns J

Mittwoch, 6. Oktober 2010

Schaaatz, ich war beim Friseur

Ihr freut euch Tage, nein was sag ich, Wochen darauf…. Das ist wichtiger als alles andere…. Ihr habt einen Friseurtermin…. Mit einer der wichtigsten Termine in dem Leben einer Frau… vielleicht sogar genauso wichtig wie der Tag, an dem Frau heiratet J naaa obwohl…. Der Friseurtermin ist schon extrem wichtig ;-)
Dann ist es soweit, der große Tag ist gekommen, ihr seit ganz aufgeregt, könnt nicht essen, nicht schlafen, denkt nur noch an das eine …. Ihr seit euch völlig sicher, dass es diesmal eine komplette Typ- Veränderung wird, denn Veränderungen sind ja wichtig im Leben, sehr sogar.
Und es tut uns doch immer gut, wenn wir an unserem äußeren immer mal etwas ändern, es ist neu und frisch und viele sprechen euch darauf an…. HAAAA, denkt ihr J
Du sitzt 6h Stunden beim Friseur, lässt jegliche Prozeduren über dich ergehen um deiner absoluten Traumfrisur immer näher zu kommen…. Und dann ist es fertig, du bist überglücklich, weil es genauso geworden ist, wie du es dir vorgestellt hast. Nie warst du schöner, wirklich nie. Und gerade nach einem Friseurbesuch freut man sich am meisten auf die Reaktion der anderen, denn JA, wir wollen hören, wie schön wir aussehen und wie toll das geworden ist, das nervt uns nicht, wirklich J
Aber da kommt sie, die blanke Ernüchterung….es kommt…. NICHTS… was, wie jetzt, nichts, was ist denn los, ich habe eine komplett neue Haarfarbe und sehe völlig anders aus und von dir kommt NICHTS??? Halt, stopp, hier läuft irgendwas falsch… aahhh warum sagst du nichts, sieht es scheiße aus, steht es mir nicht, was läuft hier verkehrt? All das sind Gedanken, wenn ihr (und damit meine ich nicht nur euch, lieber Männer, es gibt tatsächlich auch solche Frauen, oh Wunder) einfach kommentarlos nichts sagt und uns einfach ankuckt…. Das geht so nicht.
Sagt es, traut euch J du warst beim Friseur? Sieht echt klasse aus…. Sowas wollen wir hören, nein, sowas MÜSST ihr sagen ;-)
Und wenn eine eigentlich Brünette auf einmal mit blonden Haaren vor euch steht, dann MUSS es auffallen, es geht gar nicht anders, man sieht es einfach!!!!
In diesem Sinne immer schön die Augen aufhalten und sagen, wie schön wir doch sind ;-)
Wir lesen uns J